Mit diesem Blog möchten wir Recherchen und Anregungen aus der Welt der Fußböden in all seinen Aspekten einholen, denn die Komplexität und der Reiz dieser Welt, die aus Technologie, Handwerk, Design, Kreativität und vielem mehr besteht, hören nie auf, uns zu überraschen… und werden garantiert auch Sie überraschen.

Keramik, Design und Szenografie

Donnerstag 9 Juni 2016
Marketing Mirage
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Marketing Mirage

Interview mit Giuseppe Dondoni.

Er ist Gastprofessor am Konsortium der Mailänder Universität „Politecnico“ POLI.design und hat mehr als 150 Lokale in Italien und im Ausland entworfen, die einladen, das Nachtleben auf einer großen experimentellen, innovativen Bühne zu erleben.

Giuseppe Dondoni hat das Kunstgymnasium in Bergamo und die Architekturfakultät an der Mailänder Universität „Politecnico“ besucht. Er plante die ersten Discobars in Italien und wurde so zu einem der berühmtesten Designer des Landes in der Planung von Discotheken, Clubs und Nachtlokalen.

Welche Rolle spielte in Ihrem Projekt Kanji Light die Auswahl des Feinsteinzeugs bezüglich des Gesamteindrucks?

In einem visionären Projekt wie Kanji Light, bei dem es nicht einfach um Einrichtung geht, sondern bei dem die Elemente, Inhalte, Formen und Zeichen einen Gedanken einer Erzählung zum Ausdruck bringen, erhält alles eine Bedeutung, die dies reflektiert. Der Fußboden im Gewölbesaal, der Mittelpunkt des ganzen Eingriffes, sollte eine Art Stein wie den der alten Mailänder Höfen nachahmen - ein Innen-/Außenraum mit einem historischen Gedächtnis, aber gleichzeitig einer dynamischen Textur. Die Farbe und das Format haben einen ausgezeichneten Beitrag zur Verkörperung des perfekten Lebensgefühls geliefert.

Wie beurteilen Sie das Verhältnis zur Keramik bei der Planung?

Vor allem in den letzten Jahren gab es einen großen Fortschritt bei den Keramikmaterialien sowohl für die Innenausstattung als auch in der Architektur. Mich interessieren sowohl die Neuinterpretation von Materialien, die verschiedene Optiken wie die von Stein, Eisen, Holz und anderem nachahmen, als auch technologische Effekte mit verschiedenen Vorkehrungen bezüglich der Beschaffenheit und des Lichts. Die Keramik hat ein enormes Potential und kann wie ein großer Stoff zahlreiche Inhalte und Bilder zum Ausdruck bringen. Es handelt sich um ein extrem leistungsfähiges Material von starker Wirkung im Indoor- wie im Outdoorbereich, wenn man mit der Hinterleuchtung, Transparenzen, der Dreidimensionalität und Struktur spielt.

Welches Verhältnis besteht heute zwischen Architektur, Innendesign und Keramik, und wie wird es sich in Zukunft entwickeln?

Es handelt sich um einen Bereich, in dem Italien das Sagen hat. Unter Achtung des Wertes der kreativen Ideen muss man auch in Hinsicht der Vielseitigkeit und individuellen Gestaltungsmöglichkeiten des Produkts immer konstruktivere neue Wege gehen und Dynamiken wählen. Ich denke, dass die Keramik in Zukunft nicht nur als Verkleidungsmaterial verwendet wird, sondern zu einer komplett mit der Grundstruktur des Projekts verschmolzenen Epidermis werden muss.

Wie sehen Sie allgemein die Perspektiven und Gelegenheiten, die man in nächster Zukunft in Architektur und Raumplanung beim Schopf packen muss, und welchen neuen Herausforderungen müssen sie gerecht werden?

Ein freieres Denken beim Ausdenken der neuen Stadt. Nicht einfach bauen und spekulieren, sondern Ideenwettbewerbe, um die Kultur des Architektur- und Stadtplanungsprojekts zu fördern. Das Ziel ist, das Gebaute lebenswert und seiner Zeit und einer Zukunft voll neuer Räume und neuer Lebensweisen angemessen zu gestalten.

Können Sie uns etwas zu Ihren zukünftigen oder gerade in Arbeit befindlichen Projekten verraten?

Ich bin ständig auf der Suche und der Gedanke an die Innovation und das Erstaunen bei der Planung regt mich zur Konfrontation mit verschiedenen Arten von Orten und Projekten an. Ein neues Café-Restaurant mit einer kleinen Diskothek in einem historischen Gebäude, ein neuer Verkaufspunkt mit Restaurant und Bar in Russland, in dem wir die Werte unserer Geschäftsführung und unseres Handwerks vermitteln können. Ein weiterer neuer Ort des Nachtlebens, der einlädt, mit dem Licht und den szenischen Effekten verschiedener Komponenten zu experimentieren, ohne dabei die Planungsmethode im Einklang mit immer neuen innovativen Ergebnissen aus den Augen zu verlieren.

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