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Pallavi Dean Interiors enthüllt einige Geheimnisse seines Entwurfs für den Project Point Mirage in Dubai

Dienstag 8 November 2016
Eleanor Joslin
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Eleanor Joslin

Pallavi Dean Interiors, ein Boutique Studio für Innenarchitektur, das sich ebenfalls im d3 befindet, ist der Designer des Project Point Mirage in Dubai, das Studio hat einen multifunktionellen Raum geschaffen, in dem sich Fachleute der Designbranche treffen können, um an Präsentationen, Begegnungen zum Design, Workshops, Tagungen und Weiterbildungskursen teilzunehmen oder diese zu organisieren, natürlich können sie auch einfach dem Team von Mirage Middle East einen Besuch abstatten.

Interview mit Christina Morgan, Leiterin der Abteilung Interior Design, Pallavi Dean Interiors

 

Was war der ausschlaggebende Punkt für Ihr Interesse am Project Point Mirage in Dubai?

Unser Büro befindet sich im Dubai Design District (d3) und wir sind ausgesprochen gern Teil dieser Gemeinschaft, durch unsere kreativen Nachbarn werden wir ständig inspiriert. Als wir erfuhren, dass Mirage auf der Suche nach einem Innenarchitekten für den neuen Showroom im d3 war, haben wir sofort die Gelegenheit ergriffen, etwas Beispielhaftes für Mirage zu schaffen, das auch als eine Quelle der Inspiration für kreative Menschen dienen würde, die den Ausstellungsraum als Ressource für ihre Projekte nutzen würden. Unser Entwurf betrachtet das Projekt sowohl aus der Perspektive des Designers als auch aus der Perspektive des Nutzers.

 

Welche Aspekte des Projekts möchten Sie uns gerne enthüllen?

Wir hatten großen Spaß dabei, die Einrichtung für den Kunden zu entwerfen, die Fliesen neu zuzuschneiden und Arbeitsflächen für Besprechungstische zu entwerfen, für die die grafische Gestaltung von Bridget Riley, eine der führenden Vertreterinnen der Op-Art, als Vorbild diente. Wir haben auch eine Beratungstheke geschaffen, ein mobiles Einrichtungselement, das für Besprechungen genutzt werden kann, um Muster auszustellen, oder einfach nur dazu dienen kann, einen Kaffee mit den Mitarbeitern von Mirage zu trinken.

 

Wie haben Sie einen so vielseitigen Raum zur Beratung und für Tagungen geschaffen, indem Sie die Fliesenkollektionen von Mirage als Grundlage verwendet haben?

Der Raum von Project Point Mirage ist in drei Bereiche unterteilt, in jedem kommen Fliesen von Mirage zum Einsatz, um die Bereiche zu definieren. Einer dieser Bereiche ist der zentrale Open Space, die Fliesenaufsteller befinden sich an den Seiten und die mobilen Beratungstheken können zum Beispiel bei Veranstaltungen, Präsentationen oder Fortbildungsveranstaltungen entsprechend verschoben werden. Wir haben die Serie Transition im großen Format für diesen Hauptbereich ausgewählt, da sie neutrale Farbtöne hat, aber dennoch vielseitig und vor allem haltbar ist. Der zweite Raum ist ein halbprivater Besprechungsbereich im urbanen Garten, er befindet sich nahe an der äußeren Glaswand mit einer als Indoor-Bereich und einer als Outdoor-Bereich gestalteter Zone, in der die Outdoorprodukte von Mirage gezeigt werden, vor allem die Serie Mashup in Zementoptik, die Verlegemuster und die Stufen. Der dritte Raum ist eine behagliche „Jewel Box“ – ein privater Besprechungsraum, der ganz mit der luxuriösen Fliesenserie Mirage Jewels Suite verkleidet ist, so fühlen sich die Besucher, als ob sie in eine wertvolle Schmuckschatulle eintreten.

 

 

Welches sind ihre wesentlichen Tipps für die Gestaltung von multifunktionalen Räumen?

Die Planung von Multifunktionsräumen sollte von einer neutralen Farbpalette ausgehen und verborgene Aufbewahrungsmöglichkeiten vorsehen. Der Raum selbst kann dann mit Trennwänden oder Möbeln die gewünschte Anordnung erhalten. Eine gute Beleuchtung auf flexiblen Schienen und Decken, die sich öffnen, sind ihrerseits die Lösung, um sicherzustellen, dass der Raum nicht durch technische Einschränkungen behindert wird.

 

Welchen Herausforderungen standen Sie gegenüber? Und wie haben Sie sie gemeistert?

Eine große Herausforderung war es, ein Gleichgewicht zwischen einem kreativen und funktionalen Aussteller zu finden. Der Raum muss als Showroom für den Verkauf und die Beratung dienen, daher sind traditionelle Aussteller und viel Stauraum erforderlich. Wir haben die funktionalen Aussteller so geplant, dass sie Teil der umliegenden Wände sind, der Stauraum verschwindet unsichtbar in den Wänden, dabei wird ein Gefühl der Offenheit vermittelt mit der Ästhetik einer weißen „Galerie“ im gesamten Showroom, um kreative Installationen zu schaffen.

 

Wie hat der D3-Bereich Ihren kreativen Prozess beeinflusst?

Einen Vormittag im D3-Bereich zu verbringen, reicht bereits aus, um sich von der Community inspirieren zu lassen. Wir sind ganz in der Nähe der Taschendesignerin Natalie Trad, über uns befindet sich ein weltweit bekanntes Modemagazin, das Craft Café im Innenhof bietet eines der besten Angebote an kreativer Küche in diesem Stadtbereich, es ist ein wenig so, als ob man einen Kunstkurs besucht. Man hat das Gefühl, dass alles möglich ist und dass die Grenzen nur noch scheinbar vorhanden sind. Wir möchten, dass die Nutzer des Project Point Mirage in Dubai diese Inspiration selbst erleben und die Produkte in eine innovative Erfahrung einfügen. Es gelang uns, eine skulpturale Installation aus Fliesen nach Maß mit auf Bestellung gefertigten Möbeln zu schaffen. Wir haben auch einige Möbelklassiker im Raum verteilt, wie die Sessel „Paper Planes“ von Nipa Doshi & Jonathan Levien, 2010 für Moroso, die Schaukelstühle Swing Seats von Droog Design, die Bezugspunkte schaffen und das Gespräch mit dem anspruchsvollen Design im Raum fortsetzen.

 

 

Welchen Ruf hat Feinsteinzeug gegenüber Naturstein in dieser Region?

Wir haben festgestellt, dass Kunden und die Baubranche Feinsteinzeugfliesen mit durchgefärbtem Fliesenkörper dem Naturstein vorziehen. Der Grund dafür sind die Haltbarkeit und die besonderen Eigenschaften, mit der Kosten gespart werden können, außerdem ist heute die Steinoptik sehr viel realistischer als früher. Insbesondere die Stein- und Holzoptik der Feinsteinzeugfliesen ist heute so naturgetreu, dass wir sie leicht auch neben echten Natursteinplatten verlegen können. Es können auch dickere Platten im Großformat 2,4 x 1,2 Meter verlegt werden. Dies bedeutet, dass wir sie auch für die Arbeitsplatten in Küchen und Waschtische im Bad verwenden können. Sie sind dabei haltbarer und pflegeleichter als Naturstein.

 

Würden Sie auf der Grundlage Ihrer Erfahrung empfehlen, Feinsteinzeug zu verwenden, um Möbel und Einrichtungsgegenstände persönlich zu gestalten.

Feinsteinzeug kann wie jedes andere feste Material verwendet werden. Es kann geschnitten, geformt, gestapelt, modelliert werden – die Anwendungen sind sehr flexibel. Die hellen Farben und die Nachbildung von Edelsteinen des Sortiments Jewels Privilege von Mirage sind besonders interessant; sie zeichnen sich durch die gleiche Lebendigkeit und Qualität ihres Gegenparts aus echtem Stein aus, sind aber sehr viel preisgünstiger und vielseitiger verwendbar.